



Manfred Hentschel wurde am 8.Juli 1952 geboren, machte 1971 Abitur
und
studierte von 1975 bis 1980 im Fach Bühnenbild an der Kunsthochschule
in Berlin mit Diplomabschluss.
Nach einer kurzen Zeit in fester Anstellung
kam es ausschließlich zur Arbeit als freier Bühnen- und Kostümbildner
an verschiedenen Theatern in Deutschland. Die Malerei war dabei zu jeder Zeit
Hobby und wichtiger Bestandtei der Freizeit.Das Interesse galt vor allem der
gegenständlichen Darstellung von Räumen, Licht, Schatten und Perspektiven,
aber auch der Umsetzung atmosphärischer Naturspiele. Der Künstler
hatte erste Erfolge auf dem Gebiet fotorealistisch dargestellter Stillleben
und detailgetreuer Abbildungen von Landschaften.
Mitte der Achtziger Jahre
ergaben sich erste Aufträge auf dem Gebiet der Illusionsmalerei, auf welches
der Künstler mehr oder weniger zufällig stieß. Aber es wurde
zu einem Thema, was den Künstler sehr beeindruckte und welches lohnte,
intensivst bearbeitet zu werden. Die Arbeit am Theater wurde mehr und mehr
zurückgedrängt. Ende der Achtziger Jahre wurde sie dann endgültig
beendet, um der Wandmalerei die volle Konzentration zu widmen. Der Kundenkreis
ist schon zu dieser Zeit breit gefächert. Neben Malereien im privaten
Schwimmbad- und Wohnbereich werden auch Arbeiten für Hotels ausgeführt.
Die Trompe-l'œil – Malerei von Manfred Hentschel wird hauptsächlich
von mediterranen Landschaften, eingebunden in die klassische Architektur
mit ihren Säulen, Bögen, Statuen, Vasen Postamenten und Balustern
bestimmt. Weitere wichtige Motive sind Küstendarstellungen von Nord- und
Ostsee, englische oder französische Parklandschaften und natürlich
die pompejanische Malerei in schöpferischer Abwandlung auf die heutigen
Bedürfnisse
und Sichtweisen.(zur Homepage der Wandmalerei)
Da in der Kunsthochschule diese Art der Malerei keinen hohen
Stellenwert hatte, musste eine „Weiterbildung“ erfolgen. Zuerst
wurden mehrere Bildungsreisen zu den Quellen der heutigen Illusionsmalerei,
nach Italien, unternommen. Die Malerei in den Villen in Venezien und
in der Toscana bildet die absolute Grundlage für die künstlerische
und technische Umsetzung und wurde genauestens studiert. Besonders die Darstellung
der Architektur war sehr beeindruckend, wobei die Landschafts-darstellungen
in den Renaissancevillen noch etwas dürftig wirkten, aber in der Zeit
des Barock bis zum Rokoko immer lebendiger wurden. Die Trompe-l'œil – Malerei
ist eine sehr umfassende Materie, mit der es sich zu beschäftigen lohnt,
denn alle anderen Arten der gegenständlichen Malerei bauen auf ihr auf.
Auch braucht es einige Zeit, um genügend Erfahrungen zu sammeln, um dieses
komplexe Thema zu beherrschen. Selbst nach mehr als 15-jähriger Betätigung
gibt es immer noch Neues zu entdecken. Aber Neues zu entdecken, ganz Neues
zu probieren ist für den Maler Manfred Hentschel natürlich eine noch
reizvollere Aufgabe. Zumal auf dem Gebiet der Wandmalerei ein hoher Grad an
Perfektion erreicht wurde.
So hatte sich Anfang der Neunziger Jahre ein zunächst
ganz privates Interessenfeld aufgetan. Ein Freund leistete dazu einen
nicht unerheblichen Beitrag, indem er den Künstler zu einem Besuch der
Pferderennbahn einlud. Die Begeisterung für Pferde auf der Weide war schon
immer vorhanden, aber die Kraft und Anmut der Rennpferde war umwerfend.
Der Maler beginnt seine ersten Pferdeskizzen auf der Rennbahn in Bremen
zu zeichnen. Zu Hause entstehen detailgetreue Darstellungen der Pferde
in Öl
auf Leinwand. Materialien die er lange nicht benutzt hatte, die Ihm aber
hier bei seinem Streben nach Präzision äußerst entgegen kommen.
Die Herausforderung heißt,
Muskelspiel und Eleganz des Pferdes herauszustellen. Das Pferd soll aber
auf keinen Fall idealisiert dargestellt werden, Eigenheiten und Feinheiten
sollen die richtige Aufmerksamkeit bekommen.(zur Homepage der Pferdemalerei)
Zurzeit werden noch keine Seminare
zum Thema Pferdemalerei angeboten. Der Maler möchte mit seinen Tieren
noch ganz allein sein.
Manfred Hentschel ist ein Künstler, der seine Arbeit
gern auch als Handwerk bezeichnet. So sollen seine Seminare jedem Teilnehmer
das nötige theoretische Wissen geben, um ein Bild zu erstellen. Freiräume
für ganz subjektive Sichtweisen bleiben genug und werden den Spaß an
der Malerei unterstützen.